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Die Geschichte des BPW Club Region Lörrach vom Gründungsjahr 1955 bis 2015

Clubgründung 1955

Frau Catharine Jessen aus Weil am Rhein gründet nach einer Vorbereitungszeit von drei Jahren am 29.04.1955 den Club der berufstätigen Frauen – den CBF Weil am Rhein unter dem Dachverband des Deutschen Verbandes Berufstätiger Frauen e. V. in Hamburg.

Dieser Verband wiederum war Teil der International Federation of Business and Professional Women. Für die Clubgründung war eine Mindestzahl von 20 Mitgliedern erforderlich.

Der Club startete mit 22 engagierten Frauen.

Bereits im Gründungsjahr nahm Frau Jessen am Internationalen Treffen, dem Board-Meeting in Bern teil. Bei diesen Board-Meetings trafen sich bis zu 450 Frauen aus den weltweiten Clubs. Die Aufzählung der Länder aus allen 5 Kontinenten ist beeindruckend. Der Austausch von Erfahrungen und Wissen zwischen den Frauen hatte bereits damals eine hohe Priorität. Die Treffen fanden alle drei Jahre statt. Der Club Mannheim war genauso in die Veranstaltung mit eingebunden (1958) als auch Victoria Falls in Rhodesien (1961). Minister in Lübeck und das Auswärtige Amt wurden damals von den 1. Vorsitzenden für eine Reisekostenbeteiligung angefragt.

Interne Vorträge und Referate für die Clubfrauen waren vielseitig. Teilzeitarbeit und deren Auswirkung auf Versorgung und Rente, Mütterschulung, Jugendpflege, aber auch „Anteil und Aufgabe der Frauen am Weltwirtschaftsgeschehen“ – referiert im Bonner Club von Walter Scheel, MdB, waren wichtige Themen. Frau Jessen war mittendrin und dabei und im Jahr 1960 war sie bereits Mitglied im erweiterten Vorstand des Deutschen Verbandes Berufstätiger Frauen – DVBF.

Sie besuchte Fortbildungen z. B. „Die Frau in der Gemeinde – Grundlagen der Kommunalpolitik“, initiierte Vorträge „Verantwortung der Frau im Atomzeitalter“ aber auch häusliche Krankenpflege und sozialpolitische Themen wurden aufgegriffen.

1957 wird gemeinsam das 10-jährige Jubiläum des Club Basel gefeiert – dem Schweizerischen Verband der Berufs- und Geschäftsfrauen.

Clubleben ab 1960 bis 1970

Als sehr aktive Vorsitzende kümmerte sich Frau Jessen um aktuelle Themen aus Beruf, Politik und Gesellschaft z. B. „Gegenseitige Achtung – die Grundlage der Völkerverständigung“, Haushaltsplan und Finanzierung, Persönliche Freiheit als unsere Verantwortung. „Mit dem Einkommen besser auskommen – die Frau als Finanzminister“ waren Titel der Vorträge in diesen Jahren. Reiseberichte von Persönlichkeiten, Literatur- und Kunstthemen lockerten das Programm auf.

Die Hauptversammlungen fanden jährlich abwechselnd in den deutschen Städten der Clubs statt. Das Erscheinen der 1. Vorsitzenden war Pflicht, Befreiung wurde nur bei Vorlage eines wichtigen Grundes anerkannt. Frau Jessen bemängelt den Veranstaltungstag Samstag – sie möchte lieber am Sonntag tagen. Dieser Vorschlag wird jedoch einstimmig abgelehnt vom Gremium.

In Hessen wird ein Frauenreferat der Landesregierung mit einem Mann besetzt – die Lübecker Clubfrauen fordern einen Landesfrauenrat.

Die Ostzonenbetreuung für Kinder mit einem Spendenaufkommen pro Jahr von ca. 300 DM etabliert sich beständig. Frau Jessen ist inzwischen auch Vorsitzende der Weiler Arbeitsgruppe des Deutschen Komitees für UNICEF. Der CBF Weil am Rhein äußert sich dahingehend, dass dieses Engagement gut und wichtig ist, mehr jedoch von einem regionalen Club nicht zu tragen sei.

Die Kerzenfeiern sind landesweit wichtige Anlässe für die jeweils regionalen Clubs. Gegenseitige Einladungen erfolgen, es findet ein reger Austausch und Besuche statt. Die Themen sind oft global gewählt und die Vortragenden haben eine wichtige Position in Politik und/oder Gesellschaft. Aktuelle Themen Ende der 60-er Jahre sind „Leben mit dem Computer“, „Einfluss von technischem Fortschritt auf die Berufsarbeit der Frau“, aber auch regionale Themen wie „Auseinandersetzung mit den Problemen der Stadt Weil“ auf kommunaler Ebene mit Bürgermeister Boll werden erörtert.

Atlantische Kontroversen werden 1967 vom Oberbürgermeister der Stadt Lörrach, Herrn Hugenschmidt und dem Landrat des Landkreises Lörrach in einem Wochenendseminar behandelt.

1970 bis 1980

Anfang der 70-er Jahre wird der CBF Straßburg gegründet und es findet ein reger Austausch statt. Die Kontakte zum Club der Berufs- und Geschäftsfrauen in Basel sind ebenfalls gut etabliert und vielschichtige Themen beleben das Clubgeschehen.

EWG und Europarat / Aktuelle Probleme der Landespolitik / Jugendkriminalität und Strafvollzug / Wirtschaftskriminalität / Verbraucherfragen / Umweltschutz und persönliche Verantwortung sind politische Themen. Gesellschaftlich geht es um Erziehungsfragen / Gewaltfreie Konfliktaustragung / Chancengleichheit in Schul- und Berufsausbildung / Vereinsamung des heutigen Menschen / Doppelrolle – Rollenkonflikt, die Stellung der Frau in der Gesellschaft.

Die neutrale Position des CBF wird von der Politik geschätzt – „Frauen fragen – Politiker antworten“, der Bürgermeister von Weil und die Stadträte beantworten viele Fragen. Die Clubfrauen werden miteinbezogen in die Stadtentwicklungsplanung.

Die Fraktion der CDU im Landtag Baden-Württemberg, Lothar Späth, MdL/Fraktionsvorsitzender und Wilhelm Jung, MdL/Abgeordneter fragen an wegen einem Zusammentreffen mit dem CBF Weil am Rhein vor der Landtagswahl. Die Veranstaltung wird in Weil am Rhein durchgeführt.

Mitte der 70-er Jahre hat der CBF Weil am Rhein insgesamt 34 Clubfrauen. Die Reisetätigkeit von Frau Jessen für den Club ist sehr umfangreich – Board-Meeting in London, Studientagung in Passau, Arbeitstagung in Hannover, Jahreshauptversammlung in Göttingen, Frühjahrstagung in Bonn, Verbandskerzenfeier in Wiesbaden – dies sind nur beispielhafte Aufzählungen des zahlreichen Engagements von Frau Jessen. Hierdurch erhält der Club immer wieder neue Impulse, Anregungen und Ideen. Der Austausch untereinander mit den Clubs in Deutschland war somit auch vorbildlich.

1976 wird Frau Jessen nach über 20-jähriger Vorstandstätigkeit für den CBF Weil am Rhein zur Ehrenpräsidentin ernannt. Ab 1977 übernimmt Frau Hildegard Pfertner das Amt der 1. Vorsitzenden des CBF Weil am Rhein.

1980 feiert der Club sein 25-jähriges Jubiläum. Eine 3-tägige Frühjahrstagung, verbunden mit einer Kerzenfeier bildet den festlichen Rahmen. Herr Dr. Eyrich, Justizminister des Landes Baden-Württemberg hält den Festvortrag „Die Frau von heute und die Familie“.

1980 bis 1990

Die Clubarbeit hat sich etabliert und wird bewährt weitergeführt unter der Regie der 1. Vorsitzenden Hildegard Pfertner. Kerzenfeier, Vorträge und kulturelle Veranstaltungen, gemeinsamer Austausch, Netzwerk und Fort- und Weiterbildung werden gepflegt und den jeweils aktuellen Themen der Zeit angepasst. Berufsbilder, der gesellschaftliche und berufliche Kontext verändern sich rasant.

Der CBF Weil am Rhein passt sich an mit neuen Formaten des Zusammentreffens und der Stärkung der Kommunikation untereinander.

Seit 1988 veranstaltete der Club Dreiländertreffen im Wechsel mit dem Club Basel und Straßburg – die Solidarität der Frauen soll länderübergreifend gestärkt werden im Sinne der Ermutigung berufstätiger Frauen sich gegenseitig zu unterstützen und das Ziel der Gleichberechtigung der Frauen auf wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Ebene zu erreichen.

Am 29.6.1988 hatte der Club der Basler Berufs-und Geschäftsfrauen zu einem „sommerlichen Treffen“ ins Schützenhaus eingeladen – das Dreiländertreffen wurde damals aus der Taufe gehoben. Federführend waren die damaligen Vorsitzenden Theres Bieler (Basel), Hildegard Pfertner (Weil am Rhein) und Reneé Martin (Frankreich). Mit Blick auf die Zukunft konnte Blandine Lutz, damals die erste Vorsitzende des BPW Club Weil am Rhein, 2002 den Preis der Nachbarschaftskonferenz im „Blauen Haus“ in Basel entgegen nehmen.

Die Vorsitzende der Nachbarschaftskonferenz Ruth Greiner würdigte das Engagement der Gründungsmitglieder und die in der Folge statt findenden Treffen und Kontakte. Die Nachbarschaftskonferenz ist der heutige Districtsrat in dem am 26.7.2007 gegründeten TEB – Trinationaler Eurodistrict Basel, die Vereinigung erarbeitete eine Entwicklungsstrategie, welche als Orientierungshilfe für die weitere Zusammenarbeit im Dreiländereck bis 2020 dient.

1990 bis 2005

Der Deutsche Verband Berufstätiger Frauen DVBF hat 1999 seinen Namen geändert. Er nennt sich jetzt Business and Professional Women – Germany, kurz BPW Germany.

Die Schweizer Präsidentin Antoinette Rüegg setzte sich seit langem für einen wiedererkennbaren Namen der nationalen Clubs ein. „One name – one logo“ lautet die Devise. Die Namensänderung in BPW Germany wurde auf Initiative des CBF Weil am Rhein auf der nationalen Tagung in Lübeck beschlossen. Der Club Weil nennt sich nun BPW Club Weil am Rhein.

1997 bis 2000 „Bündnis Erhalt Schöpflin“ – Solidaritätskreis für den Erhalt von 900 Arbeitsplätzen

Ein breites Bündnis über die evangelische und katholische Kirche, alle Parteien, Oberbürgermeisterin Heute-Bluhm, dem Landratsamt, der Gewerkschaft und bundesweit die BPW-Clubfrauen forderten auf zur Teilnahme an Maßnahmen. Auf Initiative der damals ersten Vorsitzenden von BPW Weil am Rhein, Petra Böttcher werden 81 regionale, landes- und bundesweit agierende Frauengruppen in äußerst kurzer Zeit aktiviert zur Teilnahme an Protesten:

Zum Kaufboykott gegen Quelle – der Muttergesellschaft von Schöpflin und für den Erhalt der 900 Arbeitsplätze, davon 650 Arbeitsplätze für Frauen. Viele erinnerten sich damals an die Quelle-Unternehmerin Grete Schickedanz, die unter anderem auch für ihr soziales Engagement für Altenheime, Kindertagesstätten und für die Altersruhegeldregelung 1976 das Große Bundesverdienstkreuz erhielt. Dieses soziale Denken war bei der Fusion von Karstadt und Quelle kein Thema mehr!

Es gab, wie häufig in diesen Fällen, Gutachten, Gegengutachten, den Austausch von nicht ins Konzept passenden Managern. Harald Niehus scheidet nach 28 Jahren Führungsverantwortung in der Quelle-Gruppe aus dem Unternehmen aus. Es gibt Absichtserklärungen zur Beruhigung und Schwächung der Boykottmaßnahmen – es folgt die unvermeidbare Schließung. Doch der Kampf war nicht ganz umsonst – es gab nach zähem Ringen einen Sozialplan, eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft für die Entlassenen, sowie den Erhalt von 45 Restarbeitsplätzen. Diese blieben bei der Quelle Tochter „Mode und Preis“.

Alleinerziehende und Familien erhielten zusätzlich 5000 DM pro Kind. Die Abfindungen fielen grundsätzlich höher aus, als ohne die Proteste und den Kampf.

Der BPW Club Weil am Rhein mit der 1. Vorsitzenden Petra Böttcher hat viel Netzwerkarbeit geleistet und aktiv im Rahmen des Solidaritätskreises Schöpflin (SoS) an allen Aktionen teilgenommen – unter anderem an der Resolution von Stadt und Landkreis Lörrach, an der Petition an Ministerpräsident Erwin Teufel, am Offenen Brief an die Minister des Landtags, des Bundestags und des Europaparlaments. Bereits am Tag nach Boykottbeginn gab es eine Internetplattform.

2005 bis 2015

Besondere Aktivitäten und Handlungsfelder des BPW Club Region Lörrach e. V.

Im Jahr 2005 feiert der BPW Club Weil am Rhein sein 50-jähriges Bestehen.

Ein Rückblick zeigt, was alles bewegt wurde seit dem Gründungsjahr 1955. Die Ziele des Clubs konnten beständig umgesetzt werden – Kontakte knüpfen, Netzwerke schaffen, sich mit anderen Frauen auf den Weg machen, gemeinsam besser seine Ziele erreichen. OB Wolfgang Dietz beim Grußwort an der Jubiläumsfeier: „Wenn in der Stadtverwaltung heute eine Stelle des gehobenen Dienstes ausgeschrieben wird, seien zwei Drittel der Bewerber Frauen. Im mittleren Dienst gäbe es fast keine Männer mehr. Auch im Bereich Vereinbarkeit von Familie und Beruf habe sich einiges getan. Weil am Rhein biete erstmals in einem kommunalen Kindergarten eine Ganztagsbetreuung an“.

Am 5. März 2010 feiert der BPW Club Weil am Rhein e. V. seine Umbenennung in BPW Club Region Lörrach e. V.

Im Rahmen eines Dreiländertreffens D-CH-F und unter der Schirmherrschaft von Frau Heute-Bluhm, Oberbürgermeisterin der Stadt Lörrach, findet die Feier im Restaurant Lasser in Lörrach statt.

So wird auch im Namen unseres Clubs nach außen die Öffnung vom Landkreis Lörrach zum Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und zum Landkreis Waldshut sichtbar.

Unsere Clubgeschichte regt uns dazu an, nicht nachzulassen, sich weiter auszurichten an aktuellen und wichtigen Themen. Frauen und Männer abzuholen mit ihren Fragen, Hoffnungen und Wünschen.

Trotz aller Verbesserungen ist noch viel zu tun und wir Frauen sind aufgefordert, Handlungsbedarf aufzuzeigen und gemeinsam die Probleme anzugehen auf verschiedenen Ebenen und Wegen.

Geschichte des BPW Germany

Die Geschichte des BPW Germany können Sie hier nachlesen.

 

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